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Als Au-pair nach Deutschland
In Deutschland möchten viele Familien ein Au-pair-Mädchen
oder einen Au-pair-Jungen vorübergehend bei sich aufnehmen.
Das ist eine gute Gelegenheit für junge Leute aus dem Ausland, welche die
deutsche Sprache erlernen und sich mit der Lebensart in Deutschland vertraut zu machen möchten.
Oftmals wird auch für ein bevorstehendes Studium oder eine Ausbildung gute Deutschkenntnisse benötigt und man lernt niemals eine Sprache besser
als sie täglich zu sprechen und zu erfahren.
Viele Menschen möchten zudem einfach Ihren Horizont in Richtung Auslandserfahrungen
erweitern.
Was heißt "Au-Pair"?
"Au-pair" ist französisch und heißt "auf
Gegenseitigkeit". Das bedeutet, dass ein Au-Pair-Aufenthalt
für ein Aupair und die
Gastfamilie auf gegenseitigem Geben und Nehmen beruht. Alle Beteiligten
sollen von diesem Miteinander profitieren.
Als Aupair wird man in Deutschland
von einer Familie für bis zu 12 Monate als Familienmitglied
aufgenommen und lernt auf diese Weise die Kultur und die Sprache
besonders intensiv kennen. Dafür hilft ein Au-Pair seiner
Gastfamilie bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Diese Mithilfe
beträgt gemäß des europäischen Aupair Abkommens
bis zu 30 Wochenstunden, das Taschengeld beträgt 260 EUR.
Die Familie bietet freie Kost und Logis und ein eigenes Zimmer. Im Gegenzug hilft ein Aupair bis zu 30 Wochenstunden im
Haushalt und mit den Kindern.
Die täglichen Aufgaben eines Au-pairs sind sehr unterschiedlich. Sie hängen ganz von der Eigenart und dem Lebensstil der Familie ab, die das Au-pair bei sich
aufgenommen hat. Ein Au-Pair soll allerdings niemals als vollständige Arbeitskraft oder auch als Hauspersonal angesehen werden. Es sollte wie ein Familienmitglied
in die Familie eingebunden werden und die gleichen Rechte und Pflichten, wie ein Familienmitglied besitzen.
Grundsätzlich gibt es einen freien
Tag in der Woche. Die Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung
wird von der Gastfamilie übernommen. Zur nachhaltigen Verbesserung
der Sprachkenntnisse ist es sinnvoll, dass das Au-pair in der Freizeit
einen Deutschkurs besucht, so dass Kontakte zu anderen jungen Menschen
leicht geknüpft werden können. Voraussetzungen für
die Teilnahme an einem Au-pair-Programm in Deutschland sind:
- Alter
zwischen 18 und 24 Jahre
- Erfahrung im Haushalt und im Umgang mit
Kindern
- gute Deutschkenntnisse
Wie werde ich Au-pair?
Wer sich für einen Au-pair-Aufenthalt in Deutschland entscheiden möchte,
sollte sich zunächst darüber klar werden, dass das Au-pair-Verhältnis
kein Arbeitsverhältnis im üblichen Sinne ist und auch nicht einfach ein Job sein sollte,
um möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen.
An- und Abreise müssen aus eigener Tasche finanziert werden.
Die Vermittlung nach Deutschland sollte entweder über eine
deutsche Au-pair-Agentur oder über eine Agentur in Ihrem Heimatland,
die über gute Kontakte und Geschäftsbeziehungen nach Deutschland
verfügt, erfolgen.
Wichtig: Bewerberinnen bzw. Bewerber, die aus Nicht-EU-
oder EFTA-Ländern kommen, brauchen ein spezielles Au-pair-Visum,
das bei der deutschen Botschaft im Heimatland frühzeitig vor
der gewünschten Ausreise beantragt werden muss. Von Deutschland
aus ist diese Beantragung nicht möglich. Der Visumantrag kann
erst gestellt werden, wenn die Gastfamilie ihr zukünftiges
Au-pair offiziell eingeladen hat. Bitte bedenken Sie: Zwischen Beantragung
und Erteilung des Visums können dann noch einmal zwei bis sechs
Monate liegen. Bedenken Sie bitte auch, dass bei der Beantragung ein Sprachtest durchgeführt wird, den es zu bestehen gilt.
Bei diesen und ähnlichen Fragen hilft eine gute Vermittlungs - Agentur,
die man wegen dieser unterschiedlichen Fristen rechtzeitig beauftragen
sollte. Außerdem kann man bei regelmäßigen Au-pair-Treffen
und vorbereitenden Veranstaltungen, die von der Agentur ausgerichtet
werden, bereits vor der Ausreise wichtige Informationen über
den Ablauf eines Au-pair-Aufenthaltes bekommen.
Literatur und Informationen finden Sie hier.
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