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Als Aupair ins Ausland
Soll man nach der Schule sofort studieren oder gleich eine Ausbildung anfangen?
Viele Menschen möchte jedoch zunächst diesen Freiraum nutzen, um einmal praktische Erfahrungen
zu sammeln, mal etwas anderes sehen und vor allem nach vielen Jahren des Lernens eine Auszeit zu nehmen, wobei auch diese Zeit sinnvoll genutzt werden soll.
Warum sich nicht gleich in andere Länder aufmachen? Möglichkeiten gibt
es genügend, zum Beispiel kann man als Au-Pair im Ausland andere
Länder, andere Sitten, andere Kulturen kennen lernen, Erfahrungen sammeln, welche die Persönlichkeit weiter bringen, das
Selbstvertrauen stärken und die Sichtweise erweitern helfen.
Außerdem
lernt man so eine Sprache wirklich, nicht nur aus Büchern und mittels Einpauken von Wörtern und Regeln, abgefragt durch Arbeiten und Tests, mit Notenstreß und Lerndruck,
sondern im Alltag ganz unkompliziert,
indem man die Sprache lebt, sie täglich benutzt und erfährt. Eines Tages wird man feststellen, dass man sich gar nicht mehr anstrengen muss, um zu lernen,
man beginnt in der Sprache des Gastlandes zu denken und ganz selbstverständlich erweitert sich der Wortschatz tagtäglich.
Auch macht es sich in Bewerbungen gut, wenn man mit
absolvierten Auslandsaufenthalten glänzen kann
Was heißt "Au-Pair"?
"Au-pair" ist französisch und heißt "auf
Gegenseitigkeit". Das bedeutet, dass ein Au-Pair-Aufenthalt
für ein Aupair und die
Gastfamilie auf gegenseitigem Geben und Nehmen beruht. Alle Beteiligten
sollen von diesem Miteinander profitieren.
Als Aupair wird man im Gastland
von einer Familie für 6 oder 12 Monate als Familienmitglied
aufgenommen und lernt auf diese Weise die Kultur und die Sprache
besonders intensiv kennen. Dafür hilft ein Au-Pair seiner
Gastfamilie bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Diese Mithilfe
beträgt gemäß des europäischen Aupair Abkommens
bis zu 30 Wochenstunden, das Taschengeld ist je nach gewähltem Gastland unterschiedlich hoch.
In einigen europäischen Ländern wird als zusätzliche
Alternative das sogenannte Au-Pair-Plus Programm angeboten. Sowohl
die Mithilfezeiten, als auch das Taschengeld sind hierbei höher.
Der Besuch einer Sprachschule im Gastland ist immer zu empfehlen.
Ein Sprachkurs garantiert nicht nur den Erwerb qualifizierter Kenntnisse,
sondern erleichtert auch den Kontakt zu anderen jungen Leuten.
So man sich für einen Aupair Aufenthalt in den USA und Kanada interessiert, dort müssen die Au-Pair Bewerber besondere
Qualifikationen nachweisen. Die Zeiten der Mithilfe in den Gastfamilien
liegen zudem höher, bei bis zu 45 Stunden in der Woche, jedoch wird auch ein höheres
Taschengeld gezahlt.
In Australien und Neuseeland besteht als Besonderheit die Möglichkeit, mit einem
Studentenvisum einen Au-Pair ähnlichen Aufenthalt in einer
Familie zu verleben.
Die Grundvorraussetzungen für die Teilnahme an einem Au-Pair Programm
sind je nach Gastland verschieden, im Allgemeinen jedoch: Alter zwischen 18 und 30 Jahre (je nach Gastland), Erfahrungen
in der Betreuung von Kindern, Grundkenntnisse in der Sprache des
Gastlandes.
Literatur und Informationen finden Sie hier.
Wie wird man Au-Pair?
Wir empfehlen, wenn Sie als Au-Pair ins Ausland gehen möchten, sollten Sie
sich zu Ihrer eigenen Sicherheit an eine professionelle Au-Pair-Agentur wenden.
Gute Agenturen wickeln nicht nur die Vermittlung in eine passende
Familie und den Papierkrieg mit den Behörden für Sie ab, sondern stehen
dem Au-Pair und der Gastfamilie auch während des gesamten Aufenthaltes
mit Rat und Tat zur Seite.
Oftmals arbeitet eine deutsche Agentur auch mit verschiedenen ausländischen Aupair-Agenturen zusammen,
man hat auf diese Weise dann einen Ansprechpartner im Heimatland und auch im Gastland. Im Notfall, wenn etwas nicht stimmen sollte, eine enorme Hilfe und
auch eine große Beruhigung für Sie selbst und Ihre Familie.
Sollte es dauerhafte Probleme in der
"Familie auf Zeit" geben, betreut die Agentur auch einen
eventuell nötigen Wechsel.
Beid er Auswahl der richtigen Agentur sollten Sie folgende Punkte unbedingt beachten:
- Das Vermittlungs-Unternehmen muss natürlich zunächst
seriös auftreten (das heißt, dass beispielsweise keine
falschen Versprechungen über die teilweise langwierigen Bewerbungsfristen
oder die Höhe des Taschengeldes gemacht werden)
- Die Agentur sollte möglichst auch im Gastland mit einer Dependance
vertreten sein oder jedoch mit einer dortigen Agentur für Sie zusammen arbeiten - und Ihnen diese Agentur vor Ihrer Abreise auch nennen.
- Außerdem muss garantiert sein, dass die Gastfamilie
und das zukünftige Au-Pair individuell ausgewählt werden
und die Möglichkeit haben, sich bereits vor dem Aufenthalt
kennenzulernen.
- Eine gute Vermittlungsstelle steht beiden Parteien
des Au-Pair-Verhältnisses auch nach dem ersten Tag als Ansprechpartnerin
zur Verfügung.
- Zusätzliche Einführungsveranstaltungen
vor Beginn des Aufenthaltes und das Angebot zum Informationsaustausch
mit ehemaligen Au-Pairs zeigen ebenfalls, dass in einer Agentur
professionell und verantwortlich gearbeitet wird.
- Erfüllt die
ausgewählte Vermittlungs-Agentur all diese Voraussetzungen,
ist der erste Schritt für einen schönen und runden Au-Pair-Aufenthalt
getan!
Sprachkurse müssen zumeist vom Aupair selbst bezahlt werden, es gibt aber auch Familien,
welche sich hierbei beteiligen oder die Kosten komplett übernehmen
Abhängig vom Gastland muss auch eine Kranken- Unfall- und Haftpflichtversicherung auf eigene Kosten abgeschlossen werden,
in einigen Ländern wird dies von der Gastfamilie übernommen.
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