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Als Au-pair in BerlinAllgemeinesBerlin. Wie keine andere Stadt, verkörpert die Metropole an der Spree ein Stück deutsche Vergangenheit. Von den glanzvollen Tagen des Kaiserreichs über die dunkle Zeit der Nationalsozialisten, die bittere Erfahrung der Teilung bis hin zu seiner neuen Funktion als Hauptstadt und Regierungssitz im geeinten Deutschland: So eng diese Stadt auch mit der Geschichte Deutschlands verküpft ist, so ist und bleibt sie dennoch auch ein Symbol für Europa. Mit dem Fall des “Eisernen Vorhangs” bieten sich für die Weltstadt an der Spree völlig neue Möglichkeiten und auch Pflichten. Als geistiges und kulturelles Zentrum eines europäischen Deutschlands, wird diese Stadt wohl auch in Zukunft nicht aufhören Geschichte zu schreiben. Berlin, das ist der Brennpunkt des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der Bundesrepublik, eine Bühne mit internationalem Publikum.ChronikGeschichtliche EntwicklungFundstücke aus Feuerstein, Mammutrippen und Riesenhirschknochen sind Anzeichen für eine sehr frühe Besiedlung des Gebietes von Berlin, bereits um 55000 Jahre vor Christus. Doch diese ersten Spuren menschlichen Lebens verlieren sich schnell in der letzten Eiszeit. Erst als die Eismassen zurückgingen, wurde der Berliner Raum zum Jagdgebiet von Rentierjägern. Erst im 3. Jahrtausend vor Christi ist die Besiedlung durch eine bäuerliche Kultur nachgewiesen.Bis ins Mittelalter wechselten die Besitzer des späteren Stadtgebietes ständig. Neben verschiedenen germanischen Stämmen, die Anspruch auf das Gebiet hegten, waren es in der Zeit vor dem Mittelalter vor allem slavische Siedler, die sich an der Spree niederließen. Die eigentliche Stadtgeschichte Berlins begann jedoch erst mit der Vereinigung der beiden Fischerdörfer Cölln und Berlin im Jahre 1307 unter dem Markgrafen Herrmann der Lange. Nur ein Jahrzehnt später wird die gemeinsame Stadtmauer fertiggestellt. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts gewann die noch recht junge Stadt zusehens an Bedeutung und war 1345 Austragungsort des ersten allgemeinen Landtags, zu dem sich die Städte, die Ritterschaft und die Bischöfe von Brandenburg und Havelberg versammelten. Eine völlig neue Ära begann für Berlin mit der Herrschaft der Hohenzollern. Im Jahre 1443 legte der Hohenzollerngraf Friedrich II. den Grundstein zum Bau eines festen Schlosses. Berlin wurde zur Residenz der Landsherren. Einen schweren Rückschritt erlebte die Stadt durch den Dreißigjährigen Krieg, der die Bevölkerung bis auf 5000 Einwohner dezimierte. Allein die zielbewußte und durchsetzungsstarke Politik unter dem Großen Kurfürsten bescherte der Stadt und dem gesamten Umland einen gewaltigen Aufschwung. Sein Sohn Friedrich I. , Preußens erster König, setzte den eingeschlagenen Weg fort. Neben der politischen Einheit wurde Berlin zur Stadt der Manufakturen und somit zur führenden Industriestadt Preußens. Dieser wirtschaftliche Aufschwung wirkte sich in erster Linie auf das äußere Erscheinungsbild der Stadt aus. So entstanden im 17. und 19. Jahrhundert eine ganze Reihe prächtiger Bauten, die in den Mittelpunkt des internationalen Interesses rückten. Mit der Gründung der ersten Universität durch Wilhelm von Humbold und der Reform des preußischen Bildungswesens, wurde die Stadt an der Spree zum geistigen und kulturellen Zentrum. Zugleich war Berlin auch das neue industrielle Herz Deutschlands. In Folge der Industrialisierung stiegen die Bevölkerungszahlen rasant an. Berlin war zur Millionenstadt geworden. Als Hauptstadt des im Jahre 1871 proklamierten Deutschen Reiches stand Berlin in der ersten Reihe der europäischen Machtzentren. In der Zeit der “Goldenen Zwanziger” entwickelte sich in der Weltstadt Berlin nach dem Ersten Weltkrieg eine bis dahin nicht gekannte Kunstszene, die ihr schnelles Ende mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, Anfang der 30er Jahre, fand. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg besiegelten das Schicksal der Stadt: Neben der fast völligen Zerstörung verloren unzählige Berliner im Bobenhagel ihr Leben. Nach der Konferenz von Jalta war mit dem Viermächteabkommen die Zukunft Berlins beschlossene Sache. Differenzen zwischen Besatzungsmächten führten 1948 zur sowjetischen Blockade, die die Spaltung der Stadt einleitete. Allein der Luftbrücke der Amerikaner, die die Bürger der eingeschlossenen Stadt mit Nahrungsmitteln versorgte, verdankten viele Berliner nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freiheit. Der feste Standpunkt der USA, Großbritanniens und Fankreichs garantierten dem Westteil der Stadt seine Rechte. Mit dem Mauerbau vom 13. August 1961 war die endgültige Trennung vollzogen. Berlin war zu einem Symbol des “Kalten Krieges” geworden. Nachdem Berlin fast 30 Jahre eine geteilte Stadt war, wurde die Mauer am 9. November 1989, auf einen Beschluß der DDR Führung hin, “durchlässig”. Mit der Unterzeichnung des Schlußvertrages in Folge der “Zwei plus Vier-Verhandlungen”, hoben die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs ihre besonderen Rechte in Bezug auf Deutschland auf. Damit war der Weg für die Vereinigung beider deutscher Staaten und den Beschluß des Bundestages vom 20.6.91, der Berlin zur Hauptstadt und zum Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland machte, frei. Wirtschaftliche EntwicklungIm Laufe seiner Geschichte entwickelte sich Berlin von der mittelalterlichen Handelsstadt über die Industriestadt bis hin zur modernen Dienstleistungsmetropole. Ihre wohl ransanteste Entwicklung erlebte die Berliner Wirtschaft seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit der einsetzenden Industrialisierung wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte Europas. Infolge der Landflucht erlebte das kaiserliche Berlin in nur wenigen Jahrzehnten einen dramatischen Bevölkerungsanstieg. Gegen 1900 platzte die Reichshauptstadt aus allen Nähten. Aufgrund des starken Zustroms an Arbeitern aus allen Landesteilen entwickelten sich in Berlin regelrechte Armenviertel, in denen die Menschen in düsteren Wohnungen und Hinterhöfen auf engstem Raum dahinvegetierten. Noch heute lassen sich sie Spuren der Industrialisierung in den einstigen Arbeitervierteln von Berlin Kreuzberg besichtigen.Unter der Herrschaft Wilhelm II. wurde die Stadt an der Spree zu einem internationalen Inustriezentrum und Symbol für die “Deutsche Wertarbeit”. Diese Tendenz setzte sich auch in der Zeit der Weimarer Republik, die durch zahlreiche technische und industrielle Neuentwicklungen geprägt war, fort. Obwohl Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg, der zudem schwerste Zerstörungen hinterließ, eine geteilte Stadt war, blieb zumindest der westliche Teil Sitz verschiedendster inländischer und internationaler Unternehmen. Trotz seiner Insellage konnte West-Berlin seine wirtschaftliche Stellung behaupten. Mit der Vereinigung beider Deutscher Staaten wurde Berlin seit Beginn in den letzten Jahren zu dem wohl aussichtsreichsten Wirtschaftsstandort der Bundesrepublik. Neben zahlreichen neuen Gewerbegebieten, die der Indstieansiedlung dienen, ist es vor allem der tertiäre Bereich, der eine ungeheure Wachstumsrate verzeichnet. Berlin ist der Dienstleistungsstandort der Zukunft. Zahlreiche in- und ausländische Unternehmen haben das erkannt und investiert. Derzeit ist die Stadt an der Spree die größte Baustelle Europas. Es gibt kaum einen Straßenzug im Zentrum, der nicht vom Anblick der Baukräne geprägt ist. Politische EntwicklungAufgrund seiner überragenden politischen Bedeutung war Berlin stets ein Zentrum der Macht. Mit der Ausweitung des preußischen Herrschaftsgebietes und der Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871, reihte sich die Stadt an der Spree in die Riege der großen politischen Metropolen ein. Zu dieser Zeit waren die politischen Machtverhältnisse in Berlin eindeutig geklärt. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs sicherte daher die unangefochtene Machtfülle des Kaisers äußerst stabile politische Rahmenbedingungen . Mit den wechselnden Mehrheiten der Weimarer Zeit war dies ein für alle mal vorbei. Die allgemeine politische Verunsicherung erwies sich in erster Linie den Nationalsozialisten bei ihrer Machtergreifung als nützlich.Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die politische Zukunft Berlins im Mittelpunkt des Weltinteresses. Besonders in der heißen Phase des “Kalten Krieges” erschien der Berlin-Standpunkt der Siegermächte als Symbol der konkurierenden Machtblöcke. Mit der Wiedervereinigung zu Beginn der 90er Jahre brachen für Berlin völlig neue politische Zeiten an. Wiederum im Mittelpunkt des Weltinteresses, wurde die neue alte Hauptstadt Deutschlands, aufgrund der geschichtlichen Hintergründe, von unseren direkten Nachbarn zunächst mit mißtrauischen Blicken betrachtet. Mit dem anstehenden Umzug der Regierung hat Berlin in nächster Zukunft die Chance zu einem politischen Bindeglied in der Europäischen Kette zu werden. KulturSehenswürdigkeitenAufgrund der wechselvollen Geschichte verfügt Berlin über eine große Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten. Trotz der schweren Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg konnten bedeutende Bauwerke und teilweise sogar ganze Straßenzüge wieder aufgebaut werden, so daß vielerorts die stummen Zeugen einer großen Vergangenheit auch heute noch zu besichtigen sind.Von der Siegessäule, dem Regierungsviertel über das berühmte Brandenburger Tor, daß wohl zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt zählt, der Straße unter den Linden mit ihren Prachtbauten, der Museumsinsel bis hin zum Nikolaiviertel und dem Alexanderplatz: Entlängs dieser Ost-West Achse gruppiert sich ein großer Teil der Hauptsehenswürdigkeiten Berlins. Absolut lohnend ist natürlich auch der bekannte Kurfürstendamm mit der als Mahnmal erhaltenen Ruine der Gedächtniskirche. Kunst und MusikAls kulturelles Zentrum genoß Berlin bereits im Kaiserreich Weltruf. Heute, nach über 100 Jahren, hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert: Berlin ist und bleibt die Kulturhauptstadt Deutschlands. Neben den unzähligen Museen der Stadt, die in der Mehrzahl weltbekannte Ausstellungen großer Künstler zeigen, sind es vor allem auch die kulturhistorischen und geschichtlichen Präsentationen, die einen erstklassigen Einblick in die unterschiedlichsten Forschungsbereiche ermöglichen.Als Theaterstadt besaß Berlin in den “Goldenen Zwanzigern” mehr als 70 Bühnen. Auch wenn diese hohe Zahl bis heute unerreicht bleibt, so verfügt die Stadt nicht erst seit der Wiedervereinigung über eine ausgesprochene Theaterlandschaft mit internationalem Ruf. Ebenso renommiert sind auch die Opernhäuser der Stadt, allen voran die “Deutsche Oper”. Daneben ist Berlin seit jeher auch eine bekannte Musical-Hochburg. Starbesetzungen aus der ganzen Welt stehen in Berlin auf der Bühne. Spricht man in Berlin von Musik, so wird die Philharmonie genannt. Mit 2300 Sitzplätzen stellt sie heute das Zentrum des Musiklebens dar. FreizeitBerlin ist eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie bietet für Menschen jeden Alters und Geschmacks das passende Freizeitprogramm. Von augedehnten Stadtbesichtigungen über erstklassige Ausstellungen, bis hin zum abendlichen Konzert- oder Musicalbesuch - in dieser Stadt hört das Leben auch nachts nicht auf: Mit seinen unzähligen Kneipen, Dikotheken, Clubs oder Lokalitäten bietet die Metropole an der Spree rund um die Uhr Freizeitvergnügen der Extraklasse.Angesichts der überwältigenden Vielzahl ist Berlin für “Neulinge” ein recht hoffnungsloses Pflaster. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Doch zum Glück sind die Berliner-Nächte lang. Natürlich bietet die Hauptstadt Deutschlands auch
Momente der Besinnung. Neben dem Tiergarten, einer ausgedehnten Parklandschaft
mitten im Herzen der Stadt, sind es vor allem die angrenzenden
Wälder rund um die Havel, sowie die zahlreichen Seen Berlins, die
entspannendes Gegengewicht zum Großstadtleben bieten.
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